KlangART Vision

KlangART Vision

4. Mai bis 19. Juli 2025, Sachsen-Anhalt

Das Musikfestival für neue und zeitgenössische Musik mit einem Fokus auf das musikalische Schaffen in Sachsen-Anhalt.

Killian White, Foto: Yan Bourke

Die KlangART Vision ist ein Projekt der International Academy of Media & Arts e.V. (IAMA) in Halle. Der Verein versteht sich als Mittler zwischen Kunstschaffenden und Medien. Neben der KlangART Vision initiiert der Verein professionelle Weiterbildungen für Filmschaffende und ist Initiator sowie Ausrichter der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt und des Deutschen Filmmusikpreises.

»Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum« lautet das Motto der 6. Ausgabe des Musikfestivals.

Damit widmet sich das Festival im 125. Todesjahr Friedrich Nietzsches seiner Liebe zur Musik und seiner Philosophie der Kunst. Mit 19 Veranstaltungen, darunter Uraufführungen, Konzerte, Theaterprojekte und Lesungen, schlägt die KlangART Vision Brücken zwischen apollinischer Kunst und dionysischer Schöpfung, zwischen visionären Positionen gegenwärtigen Musikschaffens und dem kulturhistorischen Erbe in Sachsen-Anhalt.

Im Rahmen des Festivals wird zum zweiten Mal der Fanny Mendelssohn Kompositionspreis zur Förderung junger zeitgenössischer Komponist*innen in Europa verliehen. Die Ausschreibung läuft vom 24. März bis 30. April 2025.

Visionäre Positionen & Spielstätten mit Tradition
Zu erleben sind regionale Größen wie Ragna Schirmer, Thomas Buchholz, René Hirschfeld und Axel Ranisch, die Ensembles des Anhaltischen Theaters, des Theaters Magdeburg, »Vokal Lokal« (Mitglieder des MDR-Rundfunkchors) sowie internationale Gäste, darunter John-Cage-Preisträger Dmitry Batalov, das Sinfonieorchester Kiew und viele mehr. Sie laden das Publikum ein zu Hymnen an das Leben; zu genussvollen Begegnungen von Neuer Musik im zeitgenössischen Gewand und zu Klangreisen in die 1920er Jahre und in die Zeit der DDR.

Kulissen und Kooperationspartner bilden einige der wichtigsten Kulturinstitutionen des Landes, darunter das Bauhaus Museum Dessau, das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), das Gesellschaftshaus Magdeburg und das Kloster Michaelstein. Weiterhin lädt das Festival in das Konzerthaus Liebfrauen Wernigerode, das Schloss Köthen, die Künstlerstadt Kalbe und die Kunsthalle Bernburg ein – und es gastiert in der Landesvertretung Sachsen-Anhalts in Berlin sowie auf der »Zappanale« in Bad Doberan.

Nachwuchsförderung
Nachwuchstalenten bietet die KlangART Vision nicht nur mit der Verleihung des Fanny Mendelssohn Kompositionspreises eine Bühne. Am 5. Juni präsentiert das Festival mit dem Musikland Sachsen-Anhalt die Veranstaltung »Junge Klänge aus Sachsen-Anhalt – ein Abend mit Musik von Tao Phileas Karst« in der Landesvertretung in Berlin. Neben dem Mitglied der Komponistenklasse Sachsen-Anhalt erwarten das Publikum auch Einblicke in die lebendige Welt der Musikbildung im Land.

Höhepunkte der KlangART Vision 2025
Zum Festivalauftakt am 4. Mai spielt Ragna Schirmer im Schlosstheater Ballenstedt Gershwins »Klavierkonzert in F« in einer Bearbeitung für Vibraphon und Marimba von Ivo Nitschke (Staatskapelle Halle). Die Pianistin ist erneut am 12. Juni in Wernigerode zu erleben: In »VolkseigenTon« beleuchtet sie mit Schlagzeuger Matthias Daneck und dem Regisseur und Autor Axel Ranisch die Musik und Lyrik der DDR im Spannungsfeld zwischen Avantgarde, Regime-Kritik und Kunstdiktat.

Neue Dimensionen der Wahrnehmung von Musik verspricht die Uraufführung »Human Behaviour: Björk & Nietzsche« am 23. Mai im Gesellschaftshaus Magdeburg und am 24. Mai im Puschkinhaus Halle. Das Ensemble Renibre und die deutsch-iranische Dirigentin und Sängerin Cymin Samawatie verweben Björks sphärische Klangwelten mit Nietzsches Philosophie. Unter Einbezug des Publikums entsteht ein schöpferisches Spiel von Komposition und Improvisation.

In »Von Wasser zu Feuer: eine musikalische Transformation« am 30. Mai gibt John-Cage-Preisträger Dmitry Batalov (RU) einen Klavierabend in Begleitung der renommierten Mezzosopranistin und Kammersängerin Undine Dreißig. Das Konzert ist der Sängerin Cathy Berberian und dem italienischen Komponisten Luciano Berio gewidmet und findet im Rahmen der Sonderausstellung »Planetarische Bauern« der Werkleitz Gesellschaft e. V. im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) statt.

Weitere Uraufführungen sind am 14. Juni im Technikmuseum Hugo Junkers in Dessau zu erleben: die Klavierkonzerte »Mutterland« von Thomas Buchholz und »nacht.wachen.« von René Hirschfeld, der 2025 seinen 60. Geburtstag feiert. Gespielt werden die Kompositionen von den Pianist*innen Darya Dadikina und Joshua Rupley gemeinsam mit dem Sinfonieorchester Kiew. Beide Werke inszenieren zeitgenössisches Komponieren als Lichtblick – ganz im Sinne des Konzerttitels »Am Ende das Leuchten«.

Die Kooperation der bedeutenden Gegenwartskomponisten Sachsen-Anhalts setzt sich am 1. Juli im Kloster Michaelstein fort: Im Wechselspiel erklingen Thomas Buchholz‘ »MONSALVAT« für Blechbläser und René Hirschfelds elektroakustisches Werk »Viel blaue Musik« bis zur völligen Verschmelzung. Das Programm setzt Wagners Werke in Beziehung zur Philosophie Nietzsches und präsentiert zwei ineinander verschränkte Uraufführungen.

Über KlangART Vision
Das Festival KlangART Vision widmet sich der zeitgenössischen Musik mit Fokus auf dem musikalischen Schaffen in Sachsen-Anhalt. Zu erleben sind etablierte Größen und Nachwuchstalente, Soli, Ensembles und Orchester aus der Region und von internationalem Rang – an verschiedenen kulturhistorisch bedeutsamen Orten des Landes. Unkonventionell, experimentell, über Raum- und Genregrenzen hinweg, werden Brücken gebaut und neue Räume erobert, um ungewöhnliche Begegnungen zwischen den Künstler*innen und dem Publikum zu ermöglichen – und neue Visionen zeitgenössischer Klangkunst zu erschaffen.

Weitere Informationen

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